Wustweiler Brief 2021

Hallo Ihr Lieben in Nah und Fern,

Wieder geht ein Jahr zu End und man kommt sich vor wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“!
Wegen der immer wieder auflodernden Pandemie mussten alle Feste und Veranstaltungen auch 2021 abgesagt bzw. verschoben werden! Bleiben wir zuversichtlich!

Vielleicht erwartet uns dieses Jahr eine weiße Weihnacht; die Voraussagen der Meteorologen sehen gut aus!  Egal wie das Wetter auch wird, wir wünschen Euch beim Lesen des Wustweiler Briefes auf jeden Fall etwas Kurzweil und überbringen Euch Ex-Wuschdweilerern unsere herzlichen Weihnachtsgrüße!

Das Leben ging trotz Corona in unserem schönen Wustweiler weiter und zukunftsweisende Entwicklungen wurden in Gang gebracht:

Das Thema „Sicheres und sauberes Illingen“ wurde auch bei uns umgesetzt; sogenannte Streetbuddy‘s wurden an markanten Stellen im Ort angebracht, um die Verkehrsteilnehmer um Rücksichtnahme auf die Kinder hinzuweisen. Just wurde eines, das an der Brücke zum Butterberg angebracht war, entführt. Ist aber nach ein paar Tagen wieder aufgetaucht!

Im Herbst wurde an der Landstraße von Wustweiler nach Hosterhof Tempo „70“ eingeführt und eine Messstation an der Illinger Straße aufgestellt; eine Anzeigetafel mit jeweils lachendem Gesicht, wenn ordentlich gefahren wird und einem weinenden, wenn zu schnell gefahren wird.

Sicherheit im Ort ist eine wichtige Sache; aber Sauberkeit auch! Dadurch, dass sich viele Menschen mehr zuhause aufhielten, wandern oder spazieren gingen, ist auch mehr Müll in der Landschaft gelandet. Das Bewusstsein, seinen Müll wieder mitzunehmen, ist noch nicht in allen Köpfen angekommen! Die „Gemäähn“ ist nämlich nicht für die Entsorgung zuständig!

Es gibt -wie überall- aber auch hier positive Beispiele: So nehmen viele Wanderer, die z. Bsp. unseren schönen Bärenbach Wanderweg nutzen, eine Tüte mit und befreien die Natur von Unrat. Auch die Illinger Clean Up City Gruppe hat beim weltweiten Müllsammeltag am 17. September in Wustweiler mit einer kleinen Gruppe mitgemacht; der Lohn war u. A. der 1. Platz beim Deutschen Nachbarschaftspreis!

Auch die „Gartenpraktiker“ waren dieses Jahr nicht untätig. Zwei Beete mit Permakultur kamen dazu und im Freiland gab es Bohnen, Kürbisse, Gurken, Rote Bete und vieles mehr. Unser Garten ist mittlerweile zum Verweilort am Bahnhof geworden.

Ach ja; im September gab es noch ein großes Ereignis: Die Bundestagswahl! Aus Wustweiler gab es sogar eine Bundestagskandidatin. Ist leider nichts geworden mit dem Direktmandat; in Wustweiler ist es eh schöner als in Berlin!

Kennt ihr die Sendung ODYSSO im SWR? Dort war Wustweiler auch zu sehen; unsere Heimat- und Kulturpflegerin war im Beitrag zum Thema „Wie wollen wir wohnen“ dort mit schönen Panoramabildern von Wustweiler zu sehen. Nicht nur der Journalist hat gemerkt, wie sehr die Wustweilerin ihre Heimat liebt!. Es ging darum, dass im ländlichen Raum immer mehr alte Häuser leer stehen und die jungen Leute lieber neu bauen möchten.

Übrigens ist die „Statio Dominus Mundi“ beim Fotowettbewerb des Landkreises auf Platz 1 gewählt worden! Ist ja auch ein herausragendes Monument am Ende der Waldstraße und eine touristische Attraktion!

Die Ortsteile Wustweiler und Weiler Hof wurden zum Sanierungsgebiete erklärt. Das heißt: Die Sanierung von vorhandener Bausubstanz kann steuerlich begünstigt werden. Es sind schon einige Anträge von der Verwaltung bearbeitet und positiv beschieden worden.

Die Sanierung der alten Grundschule, jetzt Haus der Vereine, ist ebenfalls positiv beschieden.
Auf Antrag des Ortsrates und des Gemeinderates kann die Sanierung im kommenden Jahr beginnen mit einer Fördersumme von über 550.000,- €.

Unser herzliches Dankeschön geht an all die Menschen, die trotz schwieriger Zeiten das Miteinander gepflegt haben, sei es auch nur virtuell gewesen! Zum Bespiel unser Kirchenchor, der eine Whats app Gruppe für die Sängerinnen und Sänger eingerichtet hat und jeden Sonntag aus Schillingen einen Wortgottesdienst von unserem ehemaligen Jugendpfarrer Kai Quirin überträgt.

Wieso leuchtet unsere „Alt School“ so orange/rot? Das fragten sich viele Bürgerinnen und Bürger in der letzten Novemberwoche.

Orange the world ist ein weltweites Projekt der UN Women, das durch die orangfarbene Beleuchtung von Gebäuden oder Naturdenkmäler auf die Gewalt an Frauen hinweist und symbolisch ein Zeichen dagegen setzt.

Jeder Mensch hat ein Recht auf ein gewaltfreies Leben, setzen wir uns gemeinsam dafür ein.

Der Musikverein hat sich neu aufgestellt. Eine Combo wurde gegründet. Die Bläser des Musikvereins wurden ergänzt durch Gitarre, Keyboard und Gesang. Eine Gruppierung, die sich sehen und hören lassen kann. Aber auch die Jugendarbeit wurde nicht vernachlässigt. Damit geht der Musikverein einer guten Zukunft entgegen.

Auch der SV Germania leistet beste Jugendarbeit. In den Wintermonaten sind zwei Gruppen Kinder und Jugendliche in unserer Halle unter fachmännischer Anleitung beim Spielen und Trainieren.

Unser Dorf lebt von und mit unseren Vereinen, die allesamt der Gemeinschaft dienen. Ihnen gilt unser aller Dank.

Wir hoffen natürlich, dass sich im Frühjahr 2022 wieder alles normalisiert; das haben wir aber im letzten Jahr auch schon gehofft Dennoch sollten wir uns mit unseren Familien an den schönen Dingen, die wir haben, erfreuen und zuversichtlich in die Zukunft schauen!

Abschließend wünschen wir Euch, stellvertretend für alle Wustweiler Mitbürgerinnen und Mitbürger, eine gesegnete Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein glückliches und gesundes Jahr 2022

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Wustweiler, im Dezember 2021

Knut Kirsch Marie Luise Herber
Ortsvorsteher Heimat- und Kulturpflegerin

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